Fachkräfte

Psychisch oder suchterkrankte Eltern kommen, wenn sie sich Hilfe suchen, mit verschiedenen Fachkräften in Kontakt – Mitarbeiter­­­­*innen von Ämtern und Beratungstellen, Therapeut*innen und Ärzt*innen. Sie alle können helfen, wenn sie auch an die Kinder der betroffenen Eltern denken und entsprechende Hilfen und Unterstützung vermitteln.

 

Arbeitskreis 'Kinder psychisch erkrankter Eltern'

Um neue Fachkräfte in das Thema und den bisherigen Stand der Versorgung und Kooperation einzuführen sowie Qualitätsstandards zu formulieren, gab sich der Arbeitskreis (AK) 'Kinder psychisch erkrankter Eltern' den Auftrag, eine Arbeitshilfe zu konzipieren, die Ihnen hier zur Verfügung steht:

Arbeitshilfe: Kinder psychisch erkrankter Eltern

Welchen Belastungen sind Familien mit psychisch oder suchterkrankten Mitgliedern ausgesetzt?

Die Kinder in den Familien kommen oft zu kurz, obwohl auch sie von Symptomen der Eltern betroffen sein können. Das Risiko, später selbst eine psychische Erkrankung oder Suchterkrankung zu bekommen, ist bei Kindern mit psychisch oder suchterkrankten Eltern zudem erhöht.

Wie geht es den Kindern?

Die Kinder haben oft mit Schuldgefühlen zu kämpfen, haben Angst oder fühlen sich hilflos. Fehlende Kommunikation über die Situation der Eltern in der Familie führt häufig dazu, dass sich die Probleme der Kinder verschlimmern. Gerade die stationäre Behandlung eines Elternteils bedeutet oft große Einschnitte in den normalen Alltag und die Entwicklung des Kindes.

Was kann ich tun, um Hilfe anzubieten?

Bereits beim ersten Gespräch mit den betroffenen Eltern können Sie die Situation der Kinder ansprechen und deren Situation auch weiter im Blick behalten. Werden Sie aktiv und stellen Sie sich als Ansprechpartner*in zur Verfügung.

Oftmals schämen sich psychisch oder suchterkrankte Eltern für ihre Lage. Versuchen Sie, Ängste und Hemmungen zu nehmen. Oft hilft es Betroffenen, sich mit Menschen auszutauschen, denen es ähnlich geht. Indem Sie Eltern in Gruppen zusammenbringen, fördern Sie den offenen Austausch untereinander. Versorgen Sie Patient*innen aber auch Kolleg*innen mit hilfreichen Materialien, um auf das Thema aufmerksam zu machen.

Wo finde ich Unterstützung für die betroffenen Eltern?

Hier finden Sie weitere Informationen:

MaIKE
Mannheimer Initiative für Kinder psychisch erkrankter Eltern

Netzwerk - Hilf.Kids
Ein Angebot des Drogenvereins Mannheim für Kinder aus suchtbelasteten Familien

Kisiko
Ein Angebot der Caritas Mannheim für Kinder aus suchtbelasteten Familien

'Frühe Hilfen' Mannheim - Fach- und Koordinationsstelle
Fach- und Koordinationsstelle für Organisation, Ausbau und Vernetzung von passgenauen Angeboten für (werdende) Eltern mit Kindern von 0 bis 3 Jahren

'Frühe Hilfen' Heidelberg - Netzwerkkoordination
Informations- und Beratungsstelle zu Fragen in der Begleitung von Schwangeren und Familien mit Kindern von 0 - 3 Jahren für niedergelassene Kinder- und Frauenärzt*innen sowie Geburtskliniken in Heidelberg und alle weiteren Berufsgruppen und Institutionen, die mit Säuglingen und Kleinkindern in der genannten Altersgruppe zu tun haben

'Frühe Hilfen' Rhein-Neckar-Kreis - Koordinationsstelle
Frühzeitiges spezifisches Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebot für (werdende) Eltern in belasteten Lebenssituationen 

FaTZ
Das Familientherapeutische Zentrum in Neckargemünd bietet integrierte, bindungsorientierte tagesklinische Therapie für psychisch kranke Kinder mit Eltern und/oder psychisch kranke Eltern mit Kindern an. Das Angebot richtet sich besonders an psychisch kranke Kinder mit psychisch kranken Eltern (d.h. sowohl Eltern als auch Kinder sind Symptomträger in der Familie).

Balance
Beratungs- und Orientierungsangebot für Kinder psychisch kranker Eltern des UK Heidelberg

Blaues Kreuz - Suchtberatung
Regionale Fachberatung der evang. Stadtmission in Heidelberg, Rhein-Neckar-Kreis und in Bretten - Die Einrichtungen bieten Menschen mit Suchtproblemen und Angehörigen ein vielfältiges Hilfsangebot und Informationen an.

bwlv
Baden-Württembergischer Landesverband für Prävention und Rehabilitation gGmbH - größter gemeinnütziger Träger der Suchtkrankenhilfe in Baden-Württemberg mit den Zielen, der Abhängigkeit präventiv entgegen zu treten und Suchtkranke zu beraten und zu behandeln.

Hand in Hand
Multiprofessionelles Kompetenz- und Präventionsnetz im Rhein-Neckar-Kreis zur Unterstützung psychisch belasteter und jugendlicher Mütter und deren Kinder nach der Geburt

COA.KOM
Neue Kommunikationsplattform rund um die Arbeit mit Kindern aus suchtbelasteten Familien, auf der sich Fachkräfte aus ganz Deutschland miteinander vernetzen und ihren Erfahrungsschatz - in einem geschützten Rahmen - teilen können

www.w-kis.de
Wissensnetzwerk für Fachleute zum Thema "Kinder in suchtbelasteten Familien"

DHS - Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen
stärkt die Suchtprävention, vertritt die Suchthilfe, unterstützt die Sucht-Selbsthilfe, informiert die Öffentlichkeit

LSS -Landesstelle für Suchtfragen in BW
Koordination und inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung der Suchthilfe und Suchtprävention in Baden-Württemberg

Kindesschutzstelle des Jugendamtes Mannheim  Flyer
Notrufnummer - Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung

Kinder- und Jugendamt Heidelberg
Fachberatungsstelle zu Kindeswohlgefährdung

Kinder- und Jugendschutz Rhein-Neckar-Kreis  Flyer
Beratung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung

 

Mit unserem Hilfefinder können Sie durch eine Postleitzahlsuche Angebote in Ihrer Nähe finden. Bundesweite Hilfen / Online Hilfsangebote finden Sie hier. 

Kontakt aufnehmen

Wenn Sie selbst Kinderbeauftrage*r werden möchten oder das Konzept an Ihrer Institution etablieren möchten, melden Sie sich bei uns.

Sie erreichen uns per E-Mail starkimsturm@zi-mannheim.de oder telefonisch unter 0621 1703 - 6161.

Weitere Möglichkeiten, uns zu kontaktieren, finden Sie hier